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Vorrunde zur Deutschen Mannschaftsmeisterschaft im Brettspiel

- ausgetragen in Kassel am 19. Februar 2006 -

Im letzten Jahr wurde vom Spielezentrum Herne zum ersten Mal eine breit angelegte Abstimmung im Internet durchgeführt, welche Spiele man sich als Vorrundenspiele wünscht. Dabei wurden die Spiele in vier Kategorien eingeteilt.

Das Ergebnis war

Als dies Ergebnis bekannt gegeben wurde, war mir klar, da mache ich mit. Ich brauchte nicht lange zu suchen: schnell waren Wolfgang, Nils und Peter bereit mitzuspielen. Wir trafen und ein paar Mal bei uns, und auch einmal in der Bettspielwelt, um die Spiele zu üben. Aber unser Trainingswillen hielt sich in Grenzen. Wir waren in den Spielen regelsicher, und hatten, da sie (bis auf Heckmeck) schon lange auf dem Markt waren, schon in der Vergangenheit einige Runden hinter uns; dies sowohl am Tisch, als auch in der BSW. Nur Sankt Petersburg schauten wir uns etwas häufiger an (ca. fünf Spiele), um da ins richtige Timing zu finden. (Das hatte ich zum Beispiel nie so ganz drauf.).

Wir trafen uns dann schon am Samstag, da wir am Sonntag früh starten mussten, missachteten die bereitstehenden Turnierspiele, und vergnügten uns mit den Neuheiten Um Kopf und Kragen, Cincinnati und Nottingham.
Nach einem gemütlichen Frühstück ging es dann um 8.30 Uhr los, denn um10.30 Uhr war der Turnierbeginn angesetzt, und wir wollten nicht zu spät ankommen.

Panne! Nach halber Fahrtstrecke, im Kreuz Wünnenberg roch es komisch, aber das ging schnell vorbei. Als ich dann mal richtig beschleunigen wollte, ging es nicht. Der nächste Parkplatz war angekündigt, und ich fuhr kurz entschlossen raus, d. h. ich fuhr auf den Verzögerungsstreifen, alle Warnlampen gingen an und der Motor aus. Die Sichtkontrolle ergab einen Motorraum voller Öl und stinkend.
Diesmal hatte ich zwar mein Handy aufgeladen, aber die Nummer des Veranstalters nicht dabei. Doch zuerst wurde der Mobilitätsdienst unseres Händlers angerufen. Dies hatte Erfolg, und nach gut 20 Minuten kam ein Transporter, auf den unser Wagen geladen und zur Werkstatt transportiert wurde. Inzwischen hatten wir daheim angerufen, unseren Sohn beauftragt, die Nummer in Kassel rauszusuchen und sie uns durchzugeben. Beim Turnier in einem Vorjahr war ein Team im Graben gelandet, und es wurde gewartet, bis sie ankamen. Auch bei uns war man so nett. Der Monteur orderte einen Leihwagen, während wir noch nicht da waren, und so konnten wir sofort unsere Fahrt nach Kassel wieder aufnehmen. (die Aussage mindestens 1500 Euro versuchten wir so schnell wie möglich zu vergessen.)

Wir kamen an, und durften sofort beginnen. Am Start waren 13 Mannschaften: Vier aus Kassel, fünf aus Paderborn, zwei aus Altenbeken und je eine aus Münster und Rheda-Wiedenbrück.
Der Stress mit dem Auto hatte meinen Adrenalinspiegel wohl so positiv beeinflusst, das ich mein Angstspiel des Turniers mit 98 Punkten und 30 Punkten Vorsprung gewann. Auch die anderen waren erfolgreich, so führten wir das Turnier mit 16 Punkten an. Dann kam Einfach genial, und wieder waren wir spielbeste Mannschaft.
Jetzt gab es Mittagessen. Zu Selbstkostenpreisen wurden uns von den fleißigen Helfern, Möhrensuppe mit Brot oder Würstchen, Frikadellen, Pellkartoffeln, Kartoffelsalat, Zaziki und anderes zur Auswahl angeboten.
Siegerfoto Gesättigt spielten wir dann Heckmeck am Bratwurmeck, aber der volle Magen machte sich bemerkbar. Wir wollten keine Bratwürmer, und mit drei dritten und einem vierten Platz in diesem Spiel führten wir das Feld nur noch knapp an. Vor dem letzten Spiel hatten die ersten sechs Mannschaften alle noch Chancen, sich zu qualifizieren. Mit drei Siegen, und meinem mannschaftsschlechtesten zweiten Platz, machten wir die Qualifikation für Herne mit 57 Punkten klar.

Mit den Plätzen 6, 6, 8 und 10 in der Einzelwertung sind wir zufrieden. Der zweite Platz ging mit 50 Punkten an Zicke Zacke Bratwurmkacke. Die spielenden Hobbits aus Paderborn, die eigentlichen Favoriten aus unserer Sicht, erreichten den dritten Platz.
Klein aber fein Auch die Jugend war in Kassel gut vertreten. Unbedingt erwähnen muss man F. (Name auf Wunder der Perosn nachträglich anaonymisiert), der mit seinen 12 Jahren als turnierbester Spieler drei Siege und einen zweiten Platz erspielte. Im Foto ist er mit seiner Mannschaft Klein aber fein zu sehen.
Das Turnier war wieder super organisiert. Die Verpflegung (Knabberkram, Rohkost und Getränke standen kostenlos zur Verfügung) war reichlich und lecker. Das Klima war ausgesprochen freundlich, und ich denke, dass wir alle viel Spaß hatten. Das Turnier in Kassel ist für mich ein Spieletreff, bei dem ich viele liebgewordene Mitspieler wieder sehe.

Sollten die Vorrundenspiele uns im nächsten Jahr wieder so gut gefallen, sind wir sicher wieder dabei. Doch erst einmal heißt es: Herne, die Pöppelbande kommt! (bd)